Eine lange Auszeit nach dem Abitur? Wechsel des Studienfachs oder des Ausbildungsplatzes? Lange Arbeitslosigkeit? Kaum ein Lebensweg ist frei von solchen Stolpersteinen, die den Arbeitgeber wenig erfreuen. Man sollte sich deswegen jedoch nicht zu viele Gedanken machen. Den Musterlebenslauf mit zahlreichen Extra-Qualifikationen, den durchgehend guten Noten und dem verkürzten Studium gibt es nur selten. Es bleibt also die Frage: Wie gehe ich mit derartigen Lücken um? Verschweigen oder beichten?
Lügen ist sicherlich der falsche Weg. Man muss bedenken, dass eine Lüge im Lebenslauf rechtliche Konsequenzen haben kann, bis hin zur fristlosen Kündigung. Eine Lücke, die im Lebenslauf auftritt, ein Jahr, dass ausgespart und nicht erwähnt wird, macht jeden Arbeitgeber stutzig und lässt ihn Negatives vermuten. Spätestens im Bewerbungsgespräch wird der Arbeitgeber diese Lücken ansprechen.
Geben Sie an, was Sie in der zeitlichen Lücke getan haben, wie zum Beispiel Praktika im In- oder Ausland, Sprachkurse oder Weiterbildungen. Wenn Sie auch solche Tätigkeiten nicht nachweisen können, dann geben Sie möglichst in ein paar Stichwörtern an, worauf Sie sich in der Zeit des "Nichts-Tuns" konzentriert haben (Vorbereitung auf das Studium o.ä.).
Vor einem Bewerbungsgespräch sollten Sie sich überlegen, wie es zur Lücke im Lebenslauf gekommen ist und wie Sie diese Situation Ihrem Gesprächspartner am Besten erklären können. Lenken Sie nicht von sich aus das Gespräch auf dieses Thema, sondern sprechen Sie nur darüber, wenn Sie danach gefragt werden. Beschreiben Sie, wie Sie sich damals gefühlt haben und wie Sie sich jetzt verhalten würden. Es ist klar, dass junge Menschen ihr Verhalten ändern und mit einer Erklärung sollten Sie dabei auf das Verständnis des Arbeitgebers stoßen.

