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Bewerbung

Wer sich in Osteuropa auf die Suche nach einem Arbeitsplatz macht, der sollte sich bewusst sein, dass sich die Suche aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit schwer gestalten könnte. An gut qualifizierten Arbeitskräften mangelt es in den osteuropäischen Ländern nicht. Vor allem junge Menschen haben eine sehr gute Ausbildung erfahren, sprechen oft zwei bis drei Sprachen fließend und besitzen meist auch sehr gute Computerkenntnisse. Man liegt also ziemlich daneben, wenn man glaubt mit einem schlechtem Abschluss eher auf dem osteuropäischen Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können, als auf dem deutschen.

Bevor man sich also auf dem osteuropäischen Arbeitsmarkt bewirbt, sollte man seine möglicherweise falschen Vorstellungen mit der Realität abgleichen. Da beispielsweise die Lebenserhaltungskosten niedriger sind, als in Deutschland, sind es auch die Löhne. Dabei sollte man jedoch zwischen einer Bewerbung bei deutschen Unternehmen in Osteuropa und einheimischen Firmen unterscheiden. Erstere werden in der Regel höhere Löhne zahlen.

Bei osteuropäischen Personalleitern kann man am besten mit Berufserfahrung punkten. Abschlüsse und Noten treten umso mehr in den Hintergrund, je mehr man seine praktischen Erfahrungen nachweisen kann.

Die Bewerbung an osteuropäische Unternehmen wird in der jeweiligen Landessprache verfasst. Ausnahmen bilden deutsche Tochterunternehmen, oder international ausgerichtete Betriebe, wo ein deutsches, beziehungsweise englisches Bewerbungsanschreiben angebracht ist. Anlagen oder ein Foto werden nicht erwartet.

Da es zahlreiche qualifizierte und arbeitswillige Bewerber gibt, werden viele Stellen gar nicht erst ausgeschrieben, sondern gleich unter der Hand, also nach Beziehungen, vergeben. Eine Initiativbewerbung lohnt sich in jedem Fall! Zuvor sollte man jedoch telefonisch den persönlichen Kontakt herstellen und sich erkundigen, ob überhaupt Interesse besteht.





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