Vorbereitung und Durchführung/ Gruppendiskussion

Gruppendiskussion

Die Gruppendiskussion gehört zu den klassischen AC-Elementen. Sie wird als Kleingruppenarbeit durchgeführt. Die Teilnehmer erhalten eine Problemstellung, die dann vor den Beobachtern diskutiert wird, gegebenenfalls muss gemeinsam eine Aufgabenlösung gefunden werden. Zu unterscheiden ist zwischen einer Diskussion ohne Führung (mit oder ohne Rollenvergabe) und einer geführten Diskussion, ebenfalls mit oder ohne festen Rollen. Es ist sehr lohnenswert, sich Gedanken darüber zu machen, welche Verhaltensmerkmale die Personalverantwortlichen mit dieser Übung überprüfen möchten. Das Verhalten sollte daran orientiert sein, ob gemeinsam eine Lösung zu suchen ist oder ob man seine Führungsstärke unter Beweis stellen soll - aber man sollte sich nicht verstellen und als jemand präsentieren, der man nicht ist!

Im Folgenenden soll ein bekanntes Beispiel einer Gruppendiskussion vorgestellt und erläutert werden: "Neuer Dienstwagen"

Den Teilnehmern wird gesagt, sie sollen sich vorstellen, sie wären Außendienstmitarbeiter in einem mittelgroßen Unternehmen. Es wird geplant, einen neuen Dienstwagen, z.B. einen Audi, anzuschaffen. Die Aufgabe ist nun darüber zu entscheiden, wer diesen neuen Dienstwagen erhalten soll. Den einzelnen Teilnehmern werden im Vorfeld verschiedene Rollen zugewiesen, die sie vertreten sollen. Die Rollen sagen etwas über die Länge der Betriebszugehörigkeit aus, den Machtgrad, z.B. ob jemand ein einfacher Mitarbeiter oder ein leitender Angestellter ist. Weiterhin erhalten die Teilnehmer Informationen zu ihrer Rolle in Form von Aussagen (Meyer: Sie denken, dass Sie den neuen Dienstwagen bekommen sollten, da Sie von allen am Längsten im Unternehmen tätig sind. Außerdem wollten Sie schon seit langem einen Audi als Dienstwagen, denn der Ford, den Sie seit drei Jahren fahren, gefällt Ihnen nicht. Darüber hinaus sind Sie viel für das Unternehmen unterwegs und bräuchten einen bequemeren Wagen, da Sie auch oft Rückenprobleme haben.).

Die Gruppendiskussion zielt darauf ab, bei den Bewerbern einen Wahlkonflikt zwischen Kooperation oder Wettbewerb zu entfachen. Gerade bei der oben vorgestellten Aufgabe ist es schwer, zu einer Lösung zu kommen, mit der alle Teilnehmer zufrieden sind. Beobachter bewerten dann das gezeigte Verhalten der Bewerber meist anhand der Merkmale Führungskompetenz, Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit.





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